>> Vorbereiten einer Demo-Aufnahme

Wenn eine Aufnahme mit einem begrenzten Zeitrahmen ansteht (z.B. im Studio), solltet ihr euch gut darauf vorbereiten. Dinge, die im Vorfeld nicht geregelt wurden, kosten bei der Aufnahme selbst unnötig Zeit.

Wenn ihr die Songs ausgewählt habt, die ihr aufnehmen wollt, dann widmet denen eure ganze Aufmerksamkeit. Nehmt die Songs am besten schon vorher mal im Proberaum mit einfachsten Mitteln auf und hört sie euch genau an. Analysiert das Zusammenspiel der einzelnen Instrumente: sind Bass und Drums genau beisammen, oder ist das Zusammenspiel unpräzise. Passen Gitarren und Bass zusammen oder wursteln beide in demselben Frequenzbereich rum? Lässt die Gitarre dem Gesang genug Spielraum?

Wenn ihr anhand der Aufnahme das Zusammenspiel nicht ausreichend beurteilen könnt, dann spielt die Songs mal nur mit Bass/Drums, Gitarre/Bass usw.

Übt die Songs vorher zum Metronom. Es ist zwar nicht unbedingt notwendig, die Demo-Aufnahmen mit Klick zu spielen, es bietet aber doch einige Vorteile, z.B. eben das Tempo für den Song ganz exakt festlegen zu können und bei Spielfehlern oder Ungenauigkeiten im Nachhinein flicken zu können. Nur wenn das Spielen mit Metronom nicht geübt ist, dann hört man das bei der Aufnahme später und es klingt schlechter, als ohne..

Wenn ihr mit Metronom probt, wählt sorfältig das richtige Tempo aus. Probiert neben dem anfangs eingestellten Tempo auch mal ein geringfügt schnelleres oder langsameres Tempo aus. Am besten die Varianten ebenfalls kurz aufnehmen und dann später mit etwas Abstand nochmal hören. Am besten mehrfach an verschiedenen Tagen, denn je nach Tagesform empfindet eine Band mal dieses und mal jenes Tempo als passend.

Prüft das Arrangement der Songs. Haben die Songs einen interessanten Ablauf, ohne wirr zu wirken? Stimmt die Dynamik? Lassen die Strophen noch eine Steigerung zum Refrain zu? Gibt es einen Höhepunkt? Sind die einzelnen Teile harmonisch miteinander verknüpft und trotzdem abwechslungsreich? Hat das Stück vielleicht unnötigige Längen, in denen musikalisch nicht wirklich was passiert?

Wenn ihr mit mehrstimmigen Gesang arbeitet, stellt sicher, dass die Melodien gut passen und dass die Tonlagen getroffen werden. Nichts ist schrecklicher, als schief gesungene Background Stimmen.

Auch wenn ihr nur mit einem Sänger arbeitet, ist es kein Grund, sich nicht vorher Gedanken darüber zu machen, wie man eine (oder mehrere) zweite Stimme zum Hauptgesang arrangieren könnte.



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